Englandfahrt 2026
English Breakfast, Tea Time und Dauerregen – das haben wohl viele im Kopf, wenn sie an England denken. Dank des Englandaustausches des WHG mit unserer Partnerschule, der Dowdales School in Dalton-in-Furness im Norden Englands, durften Mitte März diesen Jahres 24 Schülerinnen und Schüler mit den Begleitlehrkräften Herrn Ehrhardt und Frau Höntsch mit eigenen Erfahrungen überprüfen, ob das denn auch tatsächlich der Realität entspricht.
Am Sonntag in frühester Frühe (4 Uhr nachts!) ging es los; zwar sind manchen noch fast die Augen zugefallen, aber aufgeregt und voller Vorfreude waren wir alle. Nach ein paar Stunden Flug und dann noch einmal einer Stunde Busfahrt durch die grüne Hügellandschaft Englands, in der man alle paar Meter einen Herde Schafe erblicken konnte, sind wir an unserer Jugendherberge angekommen. Diese war in dem kleinen Örtchen Ambleside mit direktem Blick auf Lake Windermere gelegen. Nach der Zimmerverteilung und einer kurzen Zeit, um diese zu beziehen, durften wir uns in Ambleside ein wenig umsehen, Souvenirs kaufen oder unseren ersten Supermarktbesuch tätigen.
In den darauffolgenden fünf Tagen haben wir dann so einiges erlebt. Am Montag kamen wir erstmals in den Genuss eines traditionellen Frühstücks, mit allem drum und dran. Nach Spiegeleiern, Baked Beans, Hash Browns und Würstchen haben wir Lancaster, die nächste größere Stadt im Umkreis, besichtigt und auch der dort gelegenen Burg Lancaster Castle einen Besuch abgestattet, in der wir unter anderem in aller Ausführlichkeit über die Exekutionsmethoden des 19. Jahrhunderts aufgeklärt wurden.
Bei jedem unserer Ausflüge hat uns eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der englischen Partnerschule begleitet, in welcher wir dann auch noch einen Schultag miterleben durften. Da wurde Romeo und Julia im Englischunterricht durchgenommen, man konnte Fächer wie Tanzen und Theater als Unterrichtsfach wählen und in der Mensa haben wir Hamburger zum Mittagessen spendiert bekommen.
Im Dove Cottage wurde uns die Geschichte von William Wordsworth, einem bekannten englischen Dichter, nähergebracht und in seiner originalgetreu erhaltenen „Hütte“ sind wir auf Erkundungstour durch das frühere Landleben in England gegangen. Danach ging es raus in die Natur und wir konnten unsere eigenen Dichtkünste auf Englisch verbessern. Im Anschluss hatten wir die Möglichkeit, auf eine freiwillige Wanderung durch die Hügellandschaft zu gehen. Die (mehr oder minder) motivierten Schüler, die mitgekommen sind, haben es auf jeden Fall nicht bereut, da die fabelhafte Aussicht auf das Tal und zwei gewaltige Berghöhlen alle Anwesenden überzeugen konnten.
Unser letzter ganzer Tag in England war noch einmal ein gebührender Abschluss für diese Reise. Im Kletterwald sind alle, die die Höhe nicht scheuen, auf zwei Parcours und einer gigantischen Zipline auf ihre Kosten gekommen und auch eine Bootstour auf Lake Windermere stand auf dem Programm.
Bei unserer Rückreise am Freitag hat uns dann noch ein kleines Abenteuer erwartet: ein Vogel hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und unser Flugzeug lahmgelegt. Nach einigen ungewissen Stunden des Wartens und etliche Telefonate später war dann klar, dass wir wohl erst am nächsten Tag nach Deutschland fliegen würden. Dann hieß es ab ins nächste Hotel, wo wir in (verglichen mit der Jugendherberge) luxuriösen Zweibett-Zimmern schlafen und ein leckeres Buffet genießen konnten. Am nächsten Tag hieß es, alles wieder von vorn, und wir kamen wieder zum Flughafen, in der Hoffnung, dass diesmal nichts schiefgehen würde. Und zum Glück lief diesmal alles glatt und wir sind dann alle wohlbehalten und mit haufenweise Souvenirs in München angekommen und konnten auf eine Woche voller spannender Erlebnisse, Erfahrungen und Spaß zurückblicken, die wir wohl alle nicht so schnell vergessen werden.
PS: Geregnet hat es tatsächlich ziemlich stark, aber zum Glück nicht die ganze Woche lang!
Schülerinnen der 9. Klassen