Sommer, Sonne, Musik – Das Sommerkonzert 2025 am WHG

Am Donnerstag, den 03. Juli 2025 lud das Werner-Heisenberg-Gymnasium zum traditionellen Sommerkonzert ein und verwandelte die B-Turnhalle in eine musikalische Oase voller Emotion, Witz und Vielfalt. Unter dem Motto „Sommerkonzert Deluxe“ führten Lena N´Guessan, Michael Mandalenakes und Myria Wallraff (alle Q12) charmant, humorvoll und mit viel Schauspielfreude als Moderatoren durch den Abend.

Schon der Auftakt versprach gute Laune: Lena und Michael eröffneten das Sommerkonzert in voller Strandmontur, mit Handtüchern und Flip Flops in der Hand und brachten somit pures Urlaubsfeeling auf die Bühne. Doch spätestens als Myria als „die Vernünftige“ dazustieß und das Chaos geschickt bremste, war klar, dieses Moderationstrio würde den Abend nicht nur musikalisch zu etwas Besonderem machen.

Den musikalischen Einstieg gestaltete das Schulorchester unter der Leitung von Frau Löffler mit drei kraftvollen Stücken aus Georges Bizets Oper „Carmen“. Leidenschaftlich und präzise umgesetzt, ließen die jungen Musikerinnen und Musiker die Dramatik des Werkes aufleben – ein fulminanter Start mit viel Dynamik und musikalischem Können.

Nach dieser energiegeladenen Eröffnung wurde es ruhiger: Konrad Höntsch (Q12) entführte das Publikum mit seinem Gitarrensolo an die Seine. Er spielte „Un jour tu verras“, ein poetisches, jazzig-klassisches Stück des französischen Gitarristen und Komponisten Roland Dyens. Die Kombination aus technischer Raffinesse und gefühlvollem Spiel machte diesen Programmpunkt zu einem ruhigen, verträumten Zwischenton.

Wer jetzt dachte, der Abend würde wie eine sanfte Sommerbrise vorbeiziehen, wurde sofort eines Besseren belehrt. Die Big Band unter der Leitung von Frau Kloé brachte mit zwei lebhaften Stücken ordentlich Schwung in den Saal. Zuerst mit „Freedie Freeloader“, einem groovigen Klassiker von Jazzlegende Miles Davis, dann mit dem feurigen „Tiger of San Pedro“ von John La Barbera, das lateinamerikanisches Temperament versprühte.

In den Umbaupausen bereicherten Schülerinnen und Schüler des Vokalensembles (Q12) das Programm, indem sie Interviews mit Mitwirkenden aus allen Ensembles bis hin zu Mitgliedern des Technikteams führten und somit dem Publikum persönliche Einblicke hinter die Kulissen ermöglichten.

Die musikalische Reise ging weiter nach Südamerika, mit dem Tango-Klassiker „Libertango“ von Astor Piazzolla, gefühlvoll interpretiert von Simon Reilich (Q12) am Akkordeon – ein echtes musikalisches Glanzlicht des Abends.

Mit dem nächsten Programmpunkt wurden nachdenklichere Töne angeschlagen: „The Emptiness Machine“ interpretierte der Mittelstufenchor unter der Leitung von Frau Lisicki mit ausdrucksstarkem Gesang. Hierauf folgte ein stimmungsvolles Medley aus den bekanntesten Songs von Taylor Swift, womit der Mittelstufenchor frischen Pop-Sound auf die Bühne brachte. Die Begeisterung der Sängerinnen und Sänger war spürbar. Ein mitreißender Teil des Abends, der alle Altersklassen begeisterte.

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Der Wechsel von Popsongs zu sphärischeren Chorklängen war nahtlos. Zum Mittelstufenchor trat nun der Oberstufenchor auf die Bühne. Die beiden Chöre sangen gemeinsam „Adiemus“ von Karl Jenkins, welches das Publikum in eine mystisch anmutende Klangwelt voller Fantasiewörter und ethnischer Einflüsse entführte.

Im Anschluss plädierte der Oberstufenchor unter der Leitung von Frau Löffler mit dem zeitlosen Klassiker „Stand By Me“ von Ben E. King eindringlich für Zusammenhalt und Freundschaft. Einfühlsam vorgetragen, bot das Stück einen wohltuenden Moment der Besinnung im Abendprogramm. Den Abschluss bildete ein musikalisches Statement: Mit „#lautsein“ von Oliver Gies griff der Oberstufenchor aktuelle gesellschaftliche Themen auf. Ein mutiges Chorstück gegen Hass, Hetze und gesellschaftliches Wegsehen, dessen Botschaft mithilfe hochgehaltener Banner wie #lautsein und #wirsindmehr eindrucksvoll unterstrichen wurde. Voller Überzeugung und stimmlicher Präsenz wurde hier ein deutliches Zeichen für Zivilcourage und Solidarität gesetzt. Ein starker, lauter Schlusspunkt!

Nach dem musikalischen Finale folgte der Dank: An die musikalische Leitung – Frau Löffler, Frau Lisicki und Frau Kloé, an das Technik-Team, den Elternbeirat und die Schulleitung, sowie an alle Schülerinnen und Schüler, die den Abend mit so viel Können, Herzblut und Energie gestaltet haben. Und nicht zuletzt, an das Publikum, das mit seinem Applaus zeigte, wie sehr sich der Aufwand gelohnt hat.

Ob Oper, Pop oder Jazz, ob Solo, Orchester oder Chor, das Sommerkonzert 2025 war ein vielfältiger, inspirierender Abend voller Überraschungen, Emotionen und großartiger Musik. Die Begeisterung der Mitwirkenden war spürbar und die Stimmung im Saal voller Wärme und Ausgelassenheit.

Wir freuen uns auf das nächste Mal und sagen Danke für dieses musikalische Sommerhighlight!

Miray Ulusan (Q12) und LoBa