Werner-Heisenberg-Gymnasium Garching

Prof.-Angermair-Ring 40, 85748 Garching, Tel.: 089 - 31 888 450

Das Schulleben am WHG

Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit

2019 10 03 Gesundheitswoche w

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a stellen sich eine gesunde Pause zusammen.

Die „Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil im Verlauf des Schuljahres am Werner-Heisenberg-Gymnasiums geworden. Dieses Jahr fand sie vom 14. bis 18. Oktober unter dem Schwerpunktthema „#klima“ statt. Ziel dieser Woche war es, die Schülerinnen und Schüler für eine gesundheitsförderliche und nachhaltige Lebensweise zu ermuntern. Am WHG stellten beispielweise die Fünftklässler im Fach Natur und Technik ihre eigene gesunde Pause zusammen. Die 6. Klassen setzten sich mit dem Umgang mit Müll und der Müllvermeidung auseinander. Die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe durften einem Vortrag über „HIV und sexuell übertragbare Krankheiten“ folgen. Daneben fanden zahlreiche weitere Projekte in den Fächern Kunst, Geographie, Physik, Wirtschaft und Recht, Geschichte und Sozialkunde statt. Vielen Dank an alle, die zu dieser abwechslungsreichen und gelungenen Woche beigetragen haben.

Martin Doppel

Vive l’Europe!

Deutsch-französischer Jugendkongress 2019 in Düren

Dueren1_w
Dueren2_w
Dueren3

Gemeinsam mit 800 weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich, Polen und der Ukraine nahmen im September neun Schülerinnen der Q11 und Q12 aus dem AbiBac-Zweig am 8. Deutsch-französischen Jugendkongress in Düren teil. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und des französischen Präsidenten Emmanuel Macron war das Ziel des Kongresses, die deutsch-französische Freundschaft als Motor Europas für die Jugendlichen erlebbar und greifbar zu machen.

Unsere AbiBac-Schülerinnen bearbeiteten in Workshops grenzüberschreitende Themen: Sie erprobten einen plastikfreien Alltag und stellten gemeinsam nachhaltige Seife, Shampoo und Cremes her. Im Hochseilgarten beschritten sie gemeinsame Wege in Teams. Im Workshop „Erklärvideos zu Redewendungen“ untersuchten sie Sprichwörter aus verschiedenen Sprachen und stellten sie in kurzen Videos kreativ nach, um sie zu erklären. Im Workshop „Propaganda 2.0: Fake News“ untersuchten die Jugendlichen schließlich die Wirkung von Nachrichten in der heutigen Zeit und erarbeiteten gemeinsam Leitlinien für einen kompetenten Umgang in unserer medialen Welt.

Vor 2.400 Gästen wurden die Ergebnisse der Workshops zum Abschluss in der Arena Düren vorgestellt: In unterschiedlichen Sprachen brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Bühne, was durch Teamwork in kürzester Zeit auch über eventuelle Sprachbarrieren hinweg erreicht werden kann. Hochkarätige Gäste wie Armin Laschet, der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, und Anne-Marie Descôtes, die französische Botschafterin in Berlin, umrahmten die Präsentationen mit ihren Redebeiträgen. Darin ehrten sie das Engagement der Jugendlichen und gaben einen Ausblick auf die Zukunft Europas. Die unzähligen Begegnungen während des Jugendkongresses gaben Anlass zu großem Optimismus –der Leitspruch nahm im Laufe dieser Woche vielerlei Gestalt an: Vive lamitié franco-allemande et vive l’Europe.

Das Werner-Heisenberg-Gymnasium bietet seit 1999 einen AbiBac-Zweig an, in dem Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 neben dem Französischunterricht auch Geschichte, Geographie und Sozialkunde auf Französisch lernen. Am Ende ihrer Schulzeit erwerben sie zwei Abschlüsse: das deutsche Abitur und das französische baccalauréat. Sie behandeln im Unterricht deutsch-französische Themen vertieft und profitieren vom Netzwerk der Schulen mit bilingualen Zweigen, das eine Vielzahl von Begegnungs- und Austauschsituationen ermöglicht.

Robert Wagner

Video über den 8. Deutsch-französischen Jugendkongess in Düren

Zeitzeugengespräch zum Holocaust mit Abba Naor

1024px Todesmarsch aus dem KZ Dachau

Mahnmal zum Todesmarsch aus dem KZ Dachau

Am 17. Oktober besuchte der Holocaustüberlebende Herr Abba Naor das WHG, um der neunten und zwölften Jahrgangsstufe seine Geschichte zu erzählen. Insgesamt zweieinhalb Stunden nahm sich Herr Naor Zeit und berichtete von seiner Kindheit im litauischen Kaunas. Bewegend erläuterte der Zeitzeuge, wie er im jüdischen Ghetto seinen älteren Bruder, im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig dann seine Mutter und seinen jüngeren Bruder verlor. Er selbst und sein Vater kamen in verschiedene Außenlager des KZs Dachau, Herr Naor überlebte wie durch ein Wunder auch den Todesmarsch und traf danach seinen Vater wieder.

Während Herr Naor spricht, ist es sehr still im gut gefüllten Raum. Alle Anwesenden sind merklich betroffen. Im zweiten Teil der Veranstaltung hatten die Zuhörer die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die sie auch intensiv nutzten. Herr Naor überraschte immer wieder durch seine freimütigen Antworten und seine positive Weltsicht. „Jeder hat ein Recht auf Leben“, diese Botschaft will er den Jugendlichen mitgeben.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete über das Zeitzeugengespräch am WHG in ihrer Lokalausgabe.

Elisabeth Able, Fachschaft Geschichte